„…da ist alles drin, lauter Bilder“ Der Malerpoet otto Heinrich Kühner

Ausstellung im Schloss Bad Arolsen

Am Samstag, 12. September 2026, um 11 Uhr findet im Christian Daniel Rauch-Museum eine Matinée statt. Dort dürfen wir uns über eine Einführung von Dr. Friedrich W. Block freuen, der den Malerpoeten Otto Heinrich Kühner und Christine Brückner lange Jahre begleitet hat; außerdem wird es ein Grußwort von Elke Böker aus dem Freundeskreis Brückner-Kühner geben. Sie hat die Ausstellung zusammen mit Regina Adam und Anita Sorgatz (ebenfalls Freundeskreis Brückner-Kühner) in Zusammenarbeit mit der Museumsleiterin Sandra Simshäuser maßgeblich konzipiert und kuratiert.


Um Anmeldung wird gebeten: 05691 625734 |

Als junger Mann entschied sich der begabte Zeichner Otto Heinrich Kühner (1921 – 1996) für das geschriebene Wort, um Jahrzehnte später wieder die Malerei aufzugreifen. Mit seiner Frau, der aus Arolsen-Schmillinghausen stammenden Schriftstellerin Christine Brückner, verband Kühner über rund dreißig Jahre eine besondere Symbiose. Als den „einzigen funktionierenden Autorenverband“ beschrieb sich das Dichterpaar, das seit der Heirat 1967 gemeinsam in Kassel lebte. Bis dahin hatte Otto Heinrich Kühner bereits eine beachtliche Laufbahn vorzuweisen. Nach einem Studium der Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft arbeitete er als Hörspiellektor, -dramaturg und -autor („Die Übungspatrone“, 1950). Kühner war Schriftsteller, Essayist und Dichter, dessen skurrile „Pummerer“ Verse im Feuilleton namhafter Tageszeitungen erschienen und im Gedächtnis geblieben sind.

Der Malerei widmete sich der künstlerische Autodidakt vorrangig in seinem letzten Lebensjahrzehnt.
In verschiedensten Techniken ausgeführt, sind die Arbeiten Otto Heinrich Kühners untrennbar mit dem schriftstellerischen Werk Kühners wie Brückners verbunden. Kühners Bilder erschienen auf
Covern von Christine Brückners Romanen, in Erinnerung an gemeinsame „erfahrene und erwanderte“ Erlebnisse und als Visualisierung und Illustration der Texte Brückners. Zu einer Serie von
Bildern inspirierte ihn sein letzter Roman „Mein Eulenspiegel“ (1991), in welchem der Titelheld den Weltuntergang vorantreibt. Die Ausstellung im Museum Bad Arolsen wird in Kooperation
mit dem Freundeskreis Brückner-Kühner gezeigt. Eine erste Ausstellung mit den Bildern Kühners, zu welcher eine Dokumentation erschien, hatte der Freundeskreis im Jahr 2021 anlässlich des 100-jährigen Geburtstags Kühners und Brückners ausgerichtet. Das Anliegen des Freundeskreises ist der Erhalt des Dichterhauses Brückner-Kühner in Kassel als Erinnerungsort und authentisches Zeugnis literarischen Lebens.