Keinen Bock auf Lyrik? Das kommt schon mal vor… zum Glück gibt’s unser theaterpädagogisches Projekt „Spielt Gedichte!“. Imperativ hin oder her, spielen macht Spaß und Gedichte spielt man eben nicht so oft!
Ein Projekt der poetischen Bildung
Ansatz und Ziel des Projekts
Wir schaffen eine Begegnung junger Menschen mit zeitgenössischen Gedichten und deren Autor:innen!
„SPIELT GEDICHTE!“ ermöglicht Schüler:innen unterschiedlichster Schulformen mit Mitteln des darstellenden Spiels heutige Gedichte umzusetzen und dabei auch deren Autor:innen persönlich in Workshops zu begegnen. Ziel dieses Projekts der Poetischen Bildung ist es, jungen Menschen unabhängig des Bildungshintergrunds die Faszination zeitgenössischer Poesie zu eröffnen, indem die Schülerinnen und Schüler aktiv und kreativ auf Gedichte reagieren, sie umsetzen und inszenieren. Damit kann das Projekt die jungen Menschen ermächtigen, die Vielfalt, Offenheit, Schönheit, Sprachsensibilität und kritische Kraft poetischer Texte zu erleben. Denn das Gedicht ermöglicht wie wenig andere Kunstformen, den Erfahrungen mit den enormen Herausforderungen der Gegenwart Ausdruck zu geben.
Dienstag | 21. April 2026 von 9-13 Uhr | UK 14
Die teilnehmenden Schulgruppen präsentierten kurze Aufführungen von Gedichten der anwesenden Autorinnen und Autoren auf der Bühne und stellen kreative Ergebnisse im Foyer aus. Zwischendurch gab es lockere Gesprächsrunden zwischen Dichter:innen, Spielleiterinnen und Schüler:innen. – Ein besonderer und kurzweiliger Vormittag.
| Teilnehmende Schulen 2026 | Teilnehmende Dichter:innen 2026 |
|---|---|
| Elisabeth-Knipping-Schule Kassel | Tim Holland |
| Meißnerlandschule Walburg | Julia Mantel |
| Lichtenberggymnasium Kassel | Dominique Macri |
| Herkulesschule Kassel | Leticia Wahl |
| Georg-August-Zinn-Schule Kassel | Stella Jantosca |
| Clemens-Bretano-Schule Lollar | |
| Grundschule Waldau | |
| Engelsburg Gymnasium Kassel |
Im Rahmen des Jubiläumsprogramms anlässlich der 100. Geburtstage des Kasseler Schriftstellerpaares Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner (beide 1921–1996) startete die Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit dem Schultheaterzentrum Nordhessen, dem Offenen Kanal Kassel, der Well Being Stiftung und dem Netzwerk Lyrik im Jahr 2021 das Projekt „Strebe zum Halben! Komische Lyrik auf die Bühne!“: Zeitgenössische komische Gedichte werden von Gruppen aus verschiedensten Schulen mit performativen Mitteln umgesetzt.
Angeleitet durch die Dichter:innen selbst sowie die Lehrkräfte erarbeiten Schüler:innen unterschiedlichen Alters kleine performative, filmische und musikalische Kunstwerke, die jeweils einem zeitgenössischen Gedicht eine andere, ästhetische Form geben. Ein Bericht zu dieser ersten Projektphase findet sich hier: brueckner-kuehner.de/strebe-zum-halben-bericht.
Aktive Begegnungen mit den Autorinnen und Autoren der Gedichte sind dabei konstitutiver Bestandteil des Konzepts. So konnten bisher bekannte Größen aus der Spoken-Word- und der Lyrik-Szene wie Tim Holland, Julia Mantel, Dagmara Kraus, Karla Reimert, Christian Maintz, Bas Böttcher, Nora Gomringer, Dominique Macri, Leticia Wahl, Stella Jantosca, Tanasgol Sabbagh, Martina Hefter, Timo Brunke und Dalibor Marković für das Projekt gewonnen werden. Die Dichter:innen begleiten in den Workshops mit den Schüler:innen den Prozess der Gedicht-Auswahl, bringen den Teilnehmenden ihre eigenen Texte näher und geben Impulse zu möglichen Umsetzungsformen.
Die Schüler:innen erarbeiten im Anschluss in Eigen- oder Gruppenarbeit sowie mit ihren Lehrkräften eigene Darbietungen, die am großen Abschlusstag in der UK14 bzw. im Schultheaterzentrum zur öffentlichen Aufführung kommen, gerahmt durch moderierte Gespräche über den Schaffensprozess mit den Dichter:innen und den jungen Künstler:innen – so zuletzt im Mai 2024.
Ein ausführlicher Bericht über das Projekt findet sich hier: literaturerbe.de/vermittlung/partizipatives-format.
Auf spielt-gedichte.de werden demnächst weitere Ergebnisse zu sehen sein.
Das Projekt wird von der Stiftung Brückner-Kühner und dem Schultheaterzentrum Nordhessen getragen. Es kooperieren die WELL being Stiftung, die das Projekt auch fördert, der Offene Kanal Kassel, der die Ergebnisse filmisch dokumentiert, und das Netzwerk Lyrik – sowie eine Reihe von Schulen unterschiedlicher Formate, von Grund- und Förderschule bis Gymnasium, denn für das Projekt ist eine inklusive Offenheit wichtig.