25. Oktober 2026: Der große Bär und seine Gestirne – Ein Abend für Harry Rowohlt

Lesung mit Gerhard Henschel, Christian Maintz und Frank Schulz

Im vergangenen Jahr wäre Harry Rowohlt, der große Übersetzer, Rezitator, Autor, Kolumnist und Lindenstraßen-Schauspieler, 80 Jahre alt geworden, zudem jährte sich sein Todestag zum 10. Mal. Als Mitglied des Stiftungsrates der Kasseler Stiftung Brückner-Kühner, die den Literaturpreis für grotesken Humor vergibt, war der leidenschaftliche Hamburger Rowohlt auch der Stadt Kassel langjährig verbunden. Seine Freunde und Kollegen Gerhard Henschel, Christian Maintz und Frank Schulz erinnern mit einem Abend im Palais Bellevue an den Großen Bären und nach Johannes Brahms bekanntesten Hamburger Bartträger. Sie werden Texte von und über Harry Rowohlt lesen.

Remise im Palais Bellevue | Schöne Aussicht 2 | 34117 Kassel
25. Oktober | 19 Uhr


Gerhard Henschel ist Schriftsteller und Übersetzer. Sein Hauptwerk bildet die Reihe der autobiografischen Martin-Schlosser-Romane, die 2004 mit „Kindheitsroman“ begann und mittlerweile zwölf Bände umfasst; Henschel schreibt aber auch Sachbücher, Erzählungen, Wandertagebücher, satirische Essays u.a. Außerdem übersetzt er Bob Dylan und sammelt Zungenbrecher sowie wirre Graphiken. Neben anderen Literaturpreisen wie dem Hannelore-Greve-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis wurde ihm 2023 der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor zuerkannt.

Christian Maintz ist Autor, Literatur- und Filmwissenschaftler. Er ist besonders mit komischer Lyrik hervorgetreten, auch als Anthologist. Bei Lesungen tritt er gerne in Tandemformationen auf, früher mit Harry Rowohlt, heute z.B. mit Barbara Auer, Meike Droste, Annette Frier und Gustav Peter Wöhler. Er ist zweimaliger Träger des Wilhelm-Busch-Preises und seit knapp 20 Jahren Stiftungsrat der Kasseler Stiftung Brückner-Kühner.

Frank Schulz ist Schriftsteller und vor allem mit Romanen und Erzählungen bekannt geworden. Seit seiner „Hagener-Trinker-Trilogie“ (ab 1991) gilt er als einer der großen humoristischen Erzähler des Landes; ebenso erfolgreich waren z.B. seine Kriminalromane um den Privatdetektiv Onno Viets. Harry Rowohlt, mit dem er oft gemeinsam auftrat, sagte über ihn: „Sowieso mein Lieblingsautor!“ Neben diversen anderen Literaturpreisen wie dem Hubert-Fichte-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis wurde Schulz 1999 der Förderpreis und 2015 der Hauptpreis des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor zuerkannt.