Kirsten Fuchs erhält Kasseler Literaturpreis für Grotesken Humor 2027

Für ihr literarisches Werk zeichnet die Stiftung Brückner-Kühner 2027 Kirsten Fuchs mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor aus, welcher mit 10.000 € dotiert ist. Die Schriftstellerin ist in Kassel nicht unbekannt, da sie bereits im Jahr 2016 mit dem Förderpreis Komische Literatur ausgezeichnet wurde. Bei ihrem Auftritt während der Komischen Woche 2025 in der Remise des Palais Bellevue ließ sie mit ihren Texten kein Auge trocken – vor Lachen!

Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller: „Kirsten Fuchs beherrscht eine besondere Kunst: Sie bringt uns zum Lachen und im selben Moment zum Nachdenken. Dass aus der Förderpreisträgerin von 2016 nun die Trägerin des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor wird, freut mich ganz besonders: sie ist eine großartige Botschafterin für die besondere Wirkungskraft des Genres.“

Kirsten Fuchs wurde im März dieses Jahres vom Stiftungsrat der Stiftung Brückner-Kühner (Vorsitz Friederike Emmerling) vorgeschlagen und vom Magistrat der Stadt Kassel (Vorstand der Stiftung Brückner-Kühner) bestätigt. Die Preisverleihung findet am 20. März 2027 im Stadtverordnetensaal im Kasseler Rathaus statt. Die Ausschreibung für den Förderpreis 2027 wurde gerade geschlossen. Der oder die Preisträger:in wird im Herbst bekanntgegeben.


Kirsten Fuchs

Kirsten Fuchs wurde 1977 in Chemnitz geboren und wuchs in Berlin auf, wo sie auch heute noch lebt. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Tischlerin. 2003 gewann Fuchs den Berliner Literaturwettbewerb Open Mike, seither hat sie einen festen Platz in der jüngeren deutschen Literatur. Ihr Debütroman „Die Titanic und Herr Berg“ erschien zwei Jahre später beim Rowohlt Verlag Berlin. In dieser Zeit schrieb Kirsten Fuchs zudem für die taz. Ihre Kolumne „Kleider“ wurde im Jahr 2006 unter dem Titel „Zieh dir das mal an! Über Kleider und andere Sachen“ in Buchform veröffentlicht. Seit 2007 schreibt sie zudem regelmäßig für Das Magazin.

Ihren zweiten Roman „Heile, heile“ publizierte die Autorin 2008. Gemeinsam mit dem Berliner Autor Volker Strübing unternahm sie eine Reise in die Arktis. Dabei entstand das Buch „Nicht der Süden“ (2009), welches sie zusammen mit Strübing erarbeitete. Die Reise wurde zudem als vierteilige Fernsehserie unter demselben Titel ausgestrahlt. Kirsten Fuchs ist als Mitglied verschiedener Berliner Lesebühnen aktiv, darunter der „Chaussee der Enthusiasten“ und „Des Esels Ohr“. 2014 gründete sie die monatliche Lesebühne „Fuchs & Söhne“ in Berlin-Moabit.

Daneben schreibt Fuchs auch Theaterstücke. Im Jahr 2015 gewann sie den Berliner Kindertheaterpreis für ihr Stück „Tag Hicks oder fliegen für vier“. 2019 hatte „Das Nacktschnecken-Game“ Premiere. 2016 wurde Kirsten Fuchs mit dem Kasseler Förderpreis für komische Literatur ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt sie den Deutschen Jugendliteraturpreis für das 2015 erschienene Werk „Mädchenmeute“.  Der Roman wurde 2021 unter dem Titel „Mädchenmeuterei“ fortgesetzt. 2022 war Fuchs Preisträgerin des W.-G.-Sebald-Literaturpreises. Kirsten Fuchs nimmt auch an Poetry-Slam Wettbewerben teil. 2025 gewann sie die Poetry-Slam-Meisterschaft Berlin-Brandenburg. Fuchs charakterisiert ihre Erzählweise durch einen trocknen Humor und ein Gespür für gute Geschichten.