LW – TRACT | Eine digitale Ausstellung

Anlässlich ihrer 80. Geburtstage ehrt der Kunsttempel in Kooperation mit der Stiftung Brückner Kühner die beiden Pioniere visueller Poesie Klaus Peter Dencker und Siegfried J. Schmidt mit einer digitalen Ausstellung. Im Zentrum stehen 32 Sprachblätter, die die beiden Künstler im Dialog miteinander und mit dem „Tractatus logico-philosophicus“ von Ludwig Wittgenstein gestaltet haben. Die Blätter können mit der Lupe betrachtet werden. Handschriftliches wird durch Transkriptionen leichter lesbar gemacht. Zudem wird eine subjektive Lektüre des „Tractatus“ ausgehend von den Sprachblättern angeboten. Beide Künstler haben außerdem autobiografische Blätter gestaltet, und sie haben dem Kunsttempel ein Interview zum Projekt und zu ihrer Arbeit gegeben, das angehört werden kann. Zur Ausstellung geht es >>> hier:

100 Jahre Otto Heinrich Kühner: 10.3.2021

Meine Biographie 

Geboren am 10. März 1603
Aus einem zerbrochenen Kranichei,
Entdeckte als erster Amerika,
Lebte auf Delos mit Nausikaa,
War Musikant, Clochard und dann
Goldgräber, Mönch und Fahrensmann,
War Handwerksbursche und Kneipenwirt,
Harlekin und kretischer Ziegenhirt,
War Erbprinz, Mogul und Großwesir,
Und in Bosnien k. u. k. Offizier,
Schließlich Poet bedeckt mit Ruhm,
Und Apoll im delphischen Heiligtum.

Ich habe meine Jahre gut verwendet
Und die Zeit maßlos verschwendet.

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>>> Pressemitteilung zum 100. Geburtstag von Otto Heinrich Kühner

„Pummerer. 100 komische Gedichte“

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Otto Heinrich Kühner (10. März 2021) ist soeben unter dem Titel „Pummerer“ ein Band mit 100 komischen Gedichten des Autors im Kasseler Jenior-Verlag erschienen. Die Pummerer-Verse entfalten ein skurriles und gewitztes, mal dunkles, doch meist heiteres Denken und Reden. Verstörendes, Verrücktes und Allzumenschliches spiegeln sich im Humor: „Er reimt Dinge, die sich im Leben nicht reimen“, so Christine Brückner, die Kollegin und Ehefrau des Autors. Die in sieben Kapitel gegliederte Auswahl ist mit Zeichnungen des Karikaturisten Gerhard Glück illustriert und herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Friedrich W. Block. Das Buch hat 120 Seiten und kostet 18,- Euro (ISBN: 978-3-95978-083-4).
>>> Leseprobe Pummerer

Neu erschienen: „Grenzen der Komik“

Im Dezember 2020 ist der neueste Band der Reihe „Kulturen des Komischen“ im Aisthesis-Verlag erschienen: „Grenzen der Komik. Ergebnisse des Kasseler Komik-Kolloquiums“, herausgegeben von Friedrich W. Block und Uwe Wirth. Der 396 Seiten starke Band versammelt Aufsätze, die im Nachgang zu zwei Tagungen des Kasseler Komik-Kolloquiums geschrieben wurden. Es ging dabei einmal um die ›Grenzen der Komik‹ und zuvor um das Verhältnis von ›Komik und Religion‹. Entsprechend werden in diesem Buch grenzwertige Fragen behandelt wie: Gibt es angemessene Komik über Hitler oder gar den Holocaust? Vertragen sich Kitsch und Komik? Welche Folgen hatte die »Punk-Andacht« von Pussy Riot? Und ist das Neue Testament wirklich völlig humorlos?
Weitere Information finden sich auf dem Portal des Verlags.

 

Lukas Linder erhält 2021 den Förderpreis Komische Literatur

Der Dramatiker und Romanautor Lukas Linder aus der Schweiz wird im Jahr 2021 mit dem Förderpreis Komische Literatur ausgezeichnet, vergeben von Stadt Kassel und Stiftung Brückner-Kühner. Erneut haben sich 40 Verlage an der Ausschreibung beteiligt und jeweils eine Autorin oder einen Autor mit ihrem bisherigen Werk eingereicht. Der Verlag Kein & Aber aus Zürich konnte den Stiftungsrat mit Lukas Linders beiden humoristischen Romanen „Der letzte meiner Art“ und der „Der Unvollendete“ sowie seinen grotesk-komischen Theaterstücken überzeugen.
Die öffentliche Preisverleihung, bei der auch Felicitas Hoppe mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet wird, wurde wegen der Pandemie aus dem Februar in den Sommer 2021 verlegt.
Weitere Information >>>

hr2 „Doppelkopf“ Interview mit F.W. Block

Am Montag, 30.11.2020, 12.05 Uhr (Wdhl. 23.04 Uhr) sendet der Hessische Rundfunk ein Interview mit Stiftungskurator Friedrich Block über das Schrifstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner sowie über die Arbeit in der Stiftung. Die Sendung ist noch eine Zeit lang als Podcast abrufbar. Weitere Information gibt bei hr2-Kultur.

„this is it“ – Eröffnung im Kunsttempel

Am Donnerstag, 29.10.2020, beginnt im Kunsttempel die Ausstellung „this is it“. Gezeigt wird bis zum 22.11.2020 Sprachkunst von Sveta Antonova, Angelika Janz und Cia Rinne. An den zwei Eröffnungstagen sind die aktuellen Pandemie-Bedingungen berücksichtigt: Der Kunsttempel ist ausschließlich zu exklusiven Führungen und Kurzlesungen für jeweils maximal vier Personen geöffnet. Dazu ist eine Voranmeldung erbeten.
Am Donnerstag finden zwischen 16 und 20 Uhr alle halbe Stunde Führungen statt. Die Künstlerin Sveta Antonova ist anwesend.
Am Freitag, 30.10.20, gibt es ab 16 Uhr kurze Lesungen. Leider können Angelika Janz und Cia Rinne wegen der aktuellen Situation nicht nach Kassel reisen. Daher liest Jochen Krajewski um 16 und 18 Uhr aus dem „Thesaurus des Fragments“ von Angelika Janz. Um 17 und 19 liest Cia Rinne über Live-Stream aus ihrem Zyklus „l’usage du mot“.

Zur besseren Planung und um Wartezeiten zu vermeiden, ist jeweils eine Anmeldung erbeten unter <https://kunsttempel.net/anmeldung/> oder per Mail: <info@kunsttempel.net> oder telefonisch: 0561 312560.
Näheres zur Ausstellung findet sich >>> hier

Felicitas Hoppe erhält 2021 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe wird im Jahr 2021 mit dem „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ ausgezeichnet. Der Preis, vergeben von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel, ehrt die Autorin für ihren feinen Humor, der als Haltung zur Welt und Quelle der Einbildungskraft ihrem einzigartigen Werk zugrunde liegt. Dies gab Oberbürgermeister Christian Geselle jetzt bekannt und beendete damit die Geheimhaltung der bereits Anfang März getroffenen Wahl. Die ursprünglich für Februar 2021 geplante Preisverleihung ist wegen der Pandemie in den Juli verschoben. Die Laudatio auf Felicitas Hoppe hält der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Steffen Martus.

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