Zum Tod von Herbert Achternbusch

Wir trauern um Herbert Achternbusch, radikal-humoristischer Universalkünstler und im Jahr 2010 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet. In der Begründung des Stiftungsrates hieß unter anderem: „Vernunftzwängen begegnet Herbert Achternbusch mit Phantasie, offiziöser Verordnung mit Provokation, kulturellem Anpassungsdruck mit Ohrfeigen für den herrschenden Geschmack. Über das Lustige hinaus wird bei ihm das Komische, auch wo es absurd, verzweifelt oder gegen sich selbst gerichtet scheint, zu einem Refugium von Einbildungskraft, Bewusstheit und Menschlichkeit.“ Der Kasseler Kunsttempel zeigte die Ausstellung „entlich“ mit großen Schrift-Bild-Aquarellen des Künstlers. Auf der Wand war eines seiner Koans zu lesen, das Karl Valentin nicht hätte besser formulieren können und das heute wie seinerzeit ungemein gut passt:
„Schön wär’s, wenn’s schöner wär.“

Anaïs Meier erhält den Förderpreis Komische Literatur 2022

Die schweizerische Schriftstellerin Anaïs Meier, Jahrgang 1984, erhält im Jahr 2022 den Förderpreis Komische Literatur. Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung wird auf Vorschlag von Verlagen durch die Stadt Kassel und die Stiftung Brückner-Kühner verliehen. Der Verlag Voland & Quist brachte seine Autorin ein und sorgte beim Stiftungsrat damit für einhellige Begeisterung. Der Förderpreis wird gemeinsam mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor vergeben, der, wie bereits gemeldet, für das Jahr 2022 Helge Schneider zugesprochen wurde.
Weitere Information gibt es >>> hier.

„Briefe an eine Verstorbene“ von Ivan Fíla

Ivan Fíla hat während seines Aufenthalts im Dichterhaus viel fotografiert und noch mehr geschrieben. Wir veröffentlichen hier seinen Text Briefe an eine Verstorbene, eine literarische Hommage an Christine Brückner.

Ungehaltene Reden: 100 Jahre Christine Brückner

Am 10. Dezember 2021 wäre Christine Brückner 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gibt es das Projekt „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“: Dem Aufruf, eine eigene ungehaltene Rede zu verfassen, sind 119 Frauen gefolgt. Sechs von ihnen wurden von einer Jury ausgewählt: Maelene Lindgren, Doro Ahlemeyer, Karin Schwalm, Sandra Rosas, Çağla Şahin und Marie-Alice Schultz. Sie haben ihre Reden am 10. Dezember um 18 Uhr im Kasseler Rathaus gehalten; die Veranstaltung wurde gestreamt. Die Reden sind auf ungehalten.net abrufbar. hr2-kultur und der Offenen Kanals werden die Reden senden. In der Sendung „Doppelkopf“ von hr2-kultur am 1.12.2021 redet Mitinitiatorin Friederike Emmerling über das Projekt. 3sat-„Kulturzeit“ hat über die Veranstaltung berichtet und Deutschlandradio Kultur sendete am 10.12.21 weitere Beiträge zu Christine Brückner und zum Projekt „ungehalten“.
Näheres zum Projekt sowie zu den eingereichten und eingeladenen Reden gibt es >>> hier auf ungehalten.net.

„Eins und doppelt“ in Film und Ton

Die Lesungen und Gespräche mit Künstler- und schreibenden Paaren aus dem Jubiläumsprogramm „Eins und doppelt. Paare in Literatur und Kunst“ wurden als Film- oder Audiodokumentation mitgeschnitten, die Filme vom Offenen Kanal gesendet. Zugänge zu den Dokumentationen finden sich >>> hier unter den einzelnen Programmpunkten. Wir wünschen viel Vergnügen und Anregung.

Petr Borkovec über Kassel

Während seines Aufenthalts im Dichterhaus Brückner-Kühner hat Petr Borkovec seine Eindrücke in einer Kolumne für das tschechische Journal iLiteratura.cz verarbeitet. Wir veröffentlichen die Übersetzung ins Deutsche von Franz Schindler hier >>> Petr Borkovec: „Kassel“

Ivan Fíla und Petr Borkovec schreiben im Dichterhaus

Im Oktober und November sind nacheinander die beiden tschechischen Schriftsteller Petr Borkovec und Ivan Fíla im Dichterhaus Brückner-Kühner zu Gast. Sie erhielten Stipendien vom Hessischen Literaturrat, um sich in der inspirierenden Umgebung von Dichterhaus, Stadt und Umland ganz auf ihre aktuellen Schreibprojekte konzentrieren zu können. Beide verarbeiten auch die hier gesammelten Eindrücke in Text und Bild. Der Dichter Petr Borkovec las am 30.10. zum Tag der Bibliotheken in der Kasseler Stadtbibliothek. Dort wird auch Ivan Fíla, Autor, Filmemacher und Fotograf, am 1.12.2021, 19 Uhr, zu Lesung und Gespräch erwartet.

Weitere Informationen gibt es hier >>> zu Petr Borkovec und hier >>> zu Ivan Fíla.

Helge Schneider erhält den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2022

Der große Komiker und vielseitige Künstler Helge Schneider erhält im Jahr 2022 den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ für sein literarisches und sprachkünstlerisches Werk. Der Preis ehrt Helge Schneider für seinen radikalen, anarchischen, grotesken, immer existenziellen Humor und die dadurch vermittelte Freiheit.

Die Preisverleihung ist für Februar 2022 im Kasseler Rathaus geplant – wegen der Pandemie in kleinem Rahmen, wenn nicht wieder eine Verschiebung nötig wird. Die Laudatio auf Helge Schneider hält die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, Preisträgerin des Jahres 2021. Die Begründung des Stiftungsrates und weitere Informationen finden sich >>> hier.

Eins und doppelt. Paare in Literatur und Kunst

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner“ widmet sich von August bis Oktober das Programm „Eins und doppelt“ Paaren in Literatur und Kunst: Drei Paare der bildenen Kunst beschäftigen sich in drei Ausstellungen im Kunsttempel mit Leben und Wirken von Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner. Vier schreibende Paare kommen zu Lesung und Gespräch nach Kassel. Eine Ausstellung in der Kasseler Sparkasse zeigt Bilder von Otto Heinrich Kühner mit zugeordneten Zitaten von ihm und seiner Frau. Und eine mit der Universität Kassel veranstaltete Tagung kreist literarische Kooperationen in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur ein.

Das Programm findet sich hier >>>

Strebe zum Halben! Komische Lyrik auf die Bühne!

Im Rahmen des Jubiläumsprogramms anlässlich der 100. Geburtstage des Kasseler Schriftstellerpaares Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner (beide 1921–1996) führt die Stiftung Brückner-Kühner mit Partnern das Projekt „Strebe zum Halben! Komische Lyrik auf die Bühne!“ zu Ehren von Otto Heinrich Kühner durch. Am 2. Juli wurden die bisher erarbeiteten Ergebnisse in der UK 14 / Schultheaterzentrum Nordhessen präsentiert: SchülerInnen haben komische Gedichte von Otto Heinrich Kühner, Dagmara Kraus, Christian Maintz, Dalibor Marković, Karla Reimert, Nora Gomringer, Michael Lentz u.a. für Bühne und Medien umgesetzt. Ein Bericht findet sich >>> hier