Seid mutig, und stark und widerspenstig, ergreift das Wort. Jetzt redet ihr! Eure vielfältigen und einzigartigen Stimmen sollen laut sein!

Viele kennen sie, die ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen. In diesem Jahr hatten wir ein kleines Jubiläum, denn schon seit 5 Jahren gibt es unser Literaturprojekt und es beteiligen sich immer mehr Frauen mit einer Rede!

Worum geht es in dem Projekt?

Das Projekt ist im Jahr 2021 mit der ersten Ausschreibung gestartet. Jährlich beteiligten sich seither zwischen 90 und 213 Frauen mit einer ungehaltenen Rede, von denen jeweils sechs ins Kasseler Rathaus geladen wurden. Die Veranstaltungen fanden großes Interesse beim Publikum und in den Medien; sie wurden im Kulturradio hr2-kultur gesendet, der S. Fischer-Verlag veröffentlichte nach der ersten Ausschreibung 19 Reden in seiner Zeitschrift „Neue Rundschau“. Seitdem verlegte S. Fischer jährlich bis zu 30 Reden aus den Einsendungen des Vorjahres in einer eigenen Anthologie, im März 2025 erschien die neueste Ausgabe unter dem Titel „Ich bin VIELE!“, die neue Anthologie „Ich!“ erscheint im Frühjahr 2026. Auch die Buchpremieren und weitere, mit dem Projekt assoziierte Veranstaltungen sind immer stark besucht.

Die Rednerinnen am 10. Dezember 2024 im Kasseler Rathaus Foto: Anja Köhne

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Der Aufruf richtet sich an jede Person, die sich als Frau identifiziert und etwas zu sagen hat. Die ungehaltene Rede sollte deutschsprachig und ungefähr 10 Minuten lang sein. Das Thema ist dabei frei wählbar, sollte aber von gesellschaftlicher und persönlicher Bedeutung sein. Auch bezüglich der sprachlichen Form sind den Teilnehmerinnen keine Grenzen gesetzt. Ungehaltene Reden können laut, leise, nachdenklich, humoristisch, radikal oder satirisch sein.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Seid mutig und stark und widerspenstig, ergreift das Wort. Jetzt redet ihr! Eure vielfältigen und einzigartigen Stimmen sollen laut sein und in unseren Köpfen widerhallen. Jede Einzelne weiß, “Ich bin VIELE!”, und wir wollen euch hören, wir wollen euch zuhören, wir wollen, dass ihr den Finger in die Wunde legt, die wir alle haben! Rührt euch und seid laut! Kein Schweigen mehr!
Seit 2021 verschafft das Projekt frei sprechenden Frauen eine wachsende Öffentlichkeit, die ihnen unvoreingenommen zuhört und sich darauf einlässt, dass viele Themen in ihrer Brisanz auch sehr unterschiedlich betrachtet werden können.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wenn wir es gemeinsam schaffen, können wir auch im nächsten Jahr unser Projekt weiterführen, die Veranstaltung realisieren, neue Formate ausdenken, das Buch herausbringen und so viele laute Stimmen wie möglich auf unserer Plattform ungehalten.net zu veröffentlichen. We’ve come a long way! Lasst uns den weiteren Weg zusammen beschreiten! Danke schon jetzt für eure ungehaltene Unterstützung!

Wer steht hinter dem Projekt?

Der 10. Dezember ist zudem der Geburtstag der Schriftstellerin Christine Brückner (1921–1996), die mit ihren als Buch und auf der Bühne sehr erfolgreichen Monologen „Wenn du geredet hättest, Desdemona. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ (1983) die Idee für dieses Projekt geliefert hat. Die Kasseler Ehrenbürgerin gründete 1984 zusammen mit ihrem Mann und Kollegen Otto Heinrich Kühner die Stiftung Brückner-Kühner.